Job Crafting as the Key to Harmonize Employee and Organizational Needs? : A Systematic Approach to Empirically Investigate Theoretical Bases of Job Crafting Behavior Under Consideration of Dimensional Differences

Siestrup, Katja

This dissertation investigates job crafting behavior, which refers to the self-initiated changes employees make to their job to align it with their individual needs and interests. It is assumed that premature conclusions about job crafting as behavior that equally benefits employees and employers in all situations and contexts is too short-sited. In three empirical studies, I aim to uncover in how far differences between job crafting behaviors and the different contexts in which the behaviors are performed need to be considered to gain encompassing knowledge about the role of job crafting in the work design process. The goal was to increase the understanding of job crafting as an organizational behavior and its inconsistent effects on well-being and job performance outcomes. The first study empirically tests theoretical assumptions about the factorial structure of the job crafting construct and its various dimensions. It integrates conceptualizations of the two dominant research perspectives on job crafting to identify differences and overarching higher-order factors. It further contributes to job crafting research by investigating the transferability of this knowledge from the trait to the state level. The second study examines the context-dependence of effects of different job crafting behaviors on in-role performance. The third study examines reciprocal relationships between job crafting and well-being in the daily work process. It sheds light on whether employees use job crafting to increase their daily well-being, whether their daily well-being enables daily job crafting, or if relationships are reciprocal. All three studies assume that active, problem-oriented job crafting is more favorable for well-being and performance than passive avoidance strategies. Overall, this thesis underlines that the relationship between job crafting, well-being, and performance is more complex than initially assumed. It contributes to job crafting research by showing that contextual effects and dimensional differences have to be considered when judging the role of job crafting in the work process. Implications for further research and practice are discussed.

Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit Job-Crafting-Verhalten, einem Verhalten, dass sich auf selbst-initiierte Veränderungen bezieht, die Mitarbeiter*innen an ihrem Job vornehmen, um diesen mehr mit ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen in Einklang zu bringen. Es wird angenommen, dass Schlussfolgerungen die annehmen, dass Job Crafting Arbeitnehmer*innen und dem Arbeitgeber in allen Situationen und Kontexten gleichermaßen zugute kommt, voreilig sind. Anhand dreier empirischer Studien möchte ich daher herausfinden, inwieweit Unterschiede zwischen verschiedenen Job-Crafting-Verhaltensweisen und verschiedene Kontexte in denen das fragliche Verhalten gezeigt wird, berücksichtigt werden müssen, um ein umfassendes Verständnis über die Rolle von Job Crafting im Arbeitsgestaltungsprozess zu erlangen. Das Ziel war es, Job Crafting als organisationales Verhalten und seine inkonsistenten Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung besser zu verstehen. Die erste Studie testet empirisch theoretische Annahmen über die faktorielle Struktur und die Natur des Job-Crafting-Konstrukts und seine verschiedenen Dimensionen. Die Studie integriert Konzeptualisierungen der beiden vorherrschenden Forschungsperspektiven auf Job Crafting, um Unterschiede und übergreifende Faktoren höherer Ordnung zu identifizieren. Die Studie trägt darüber hinaus zur Job-Crafting-Forschung bei, indem sie testet, inwiefern sich dieses Wissen über Job Crafting von der Eigenschafts- auf die Verhaltensebene übertragen lässt. Die zweite Studie untersucht die Kontextabhängigkeit der Auswirkungen verschiedener Job-Crafting-Verhaltensweisen auf die Arbeitsleistung. Die dritte Studie untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Job Crafting und Wohlbefinden im täglichen Arbeitsprozess. Sie gibt Aufschluss darüber, ob Mitarbeiter*innen Job Crafting einsetzen, um ihr tägliches Wohlbefinden zu steigern, ob ihr tägliches Wohlbefinden das tägliche Job Crafting ermöglicht oder ob beides gleichermaßen zutrifft. Alle drei Studien gehen dabei von der Annahme aus, dass aktives, problemorientiertes Job Crafting vorteilhafter für Wohlbefinden und Arbeitsleistung ist, als passives, vermeidendes Job Crafting. Insgesamt unterstreicht diese Arbeit, dass die Beziehung zwischen Job Crafting, Wohlbefinden und Leistung komplexer ist als ursprünglich angenommen. Sie trägt zur Job-Crafting-Forschung bei, indem sie zeigt, dass bei der Beurteilung der Rolle von Job Crafting im Arbeitsprozess, stets auch die Rolle des Kontexts und dimensionale Unterschiede zwischen den Job-Crafting-Verhaltensweisen berücksichtigt werden müssen. Implikationen für weitere Forschung und die Praxis werden diskutiert.

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Siestrup, Katja: Job Crafting as the Key to Harmonize Employee and Organizational Needs?. A Systematic Approach to Empirically Investigate Theoretical Bases of Job Crafting Behavior Under Consideration of Dimensional Differences. Hagen 2021. FernUniversität in Hagen.

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