Pseudohistorische Narrationsmuster bei Thomas Hobbes? : Der »remarkable amount of history« im Leviathan zwischen Realgeschichte und legitimationsstiftender Mythisierung

Der Untersuchungsfokus der Master-Arbeit liegt auf Hobbes' religiöser, v.a. biblischer Bezüglichkeit im Leviathan – dies mit dem Spezialaspekt einer nachzuweisenden ›pseudohistorischen‹ Indienstnahme. Geprüft wird die These , dass bei Hobbes religiöse Argumente im Gewand biblischer (Pseudo-)Historie instrumentalisierte politische sind. Befleißigt sich Hobbes immer wieder geschichtlicher Anleihen, so fällt gerade im dritten Buch des Leviathan (»Dritter Teil. Von einem christlichen Gemeinwesen«) auf, dass biblische Bezüge behandelt werden wie historische Fakten. Dieser Umstand steht in Spannung zu Hobbes’ Geringschätzung von Geschichte als wissenschaftlicher Disziplin, und er wirft Fragen auf in Bezug auf das Verständnis von Geschichte und Geschichtswissenschaft im dynamischen Begriffsfeld von ›Faktualität‹, ›Fakt und Fiktion‹ sowie narrativer Konstruktion bis hin zum ›Panfiktionalismus‹.

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