Ethische Betrachtung der Lüge unter Berücksichtigung des Phänomens „Fake News“ und des Begriffs der „Lügenpresse“

Krüger, Nicole GND

Seit der sogenannten Flüchtlingskrise in Deutschland von 2015 und der U.S.-Präsidentschaftswahl 2016 sehen wir uns in den sozialen Medien mit sogenannten Fake News konfrontiert. Weiterhin bezeichnen z. B. Kritiker*innen des in Deutschland etablierten Parteiensystems die traditionellen Massenmedien wie Zeitungen und Rundfunk als Lügenpresse und erklären sie damit pauschal für ungültig. Um sich der ethischen Betrachtung von Fake News und dem Vorwurf der Lügenpresse zu nähern, werden Werke von Platon, Augustinus und Kant, Texte der utilitaristischen Ethik von Bentham und Mill sowie Texte von Nietzsche, Arendt, Austin und Wittgenstein auf ihre Positionen zum Thema „Lüge“ hin untersucht. Die Arbeit versucht, zwischen der Bejahung der Lüge auf der einen und der strikten Ablehnung auf der anderen Seite zu vermitteln und dabei die soziale Praxis der Lüge zu berücksichtigen. So wird die Lüge in der Arbeit als Sprachspiel betrachtet und herausgestellt, dass es sich bei der Lüge nicht um ein einzelnes Sprachspiel handelt, sondern um mehrere, die auf verschiedene Weise unter dem kategorischen Imperativ zu betrachten sind. Damit wird eine Brücke geschlagen zwischen der Ethik Kants und der Sprachphilosophie Wittgensteins. Abschließend wird mit Maurizio Ferraris ein Blick auf die Philosophie der Postmoderne und ihren Einfluss auf die verbreitete Wahrnehmung von „Wahrheit“ geworfen.

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Krüger, Nicole: Ethische Betrachtung der Lüge unter Berücksichtigung des Phänomens „Fake News“ und des Begriffs der „Lügenpresse“. Hagen 2018. Fernuniversität in Hagen.

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