Mythopoiesis der Organisierten Kriminalität in deutschen Fernsehserien : Erzählmuster zwischen fiktionaler Tradition und 'authentischen Fällen'

Schlegel, Ina

TV-Serien gelten als zeitgemäße Form audiovisueller Unterhaltung mit hohem Programmanteil in der Sparte Fiktion, ihnen wird wachsende kulturelle Bedeutung zugesprochen. Kriminalfiktionen haben den größten Anteil von allen Genres. Kriminalität verändert sich mit der gesellschaftlichen Modernisierung. Es existiert heute ein Phänomen, das Organisierte Kriminalität genannt wird. Ausgewählte Motive daraus werden in TV-Serien dargestellt. Die Motive haben sich zu einem Stoff konsolidiert, so dass ein relativ festes Bild von OK in audiovisueller Fiktion gegeben wird. Dieses Bild beherrscht TV-Diskurse, nicht nur die Fiktion, sondern auch die Dokumentation. Die vorliegende Studie widmet sich der Rekonstruktion einer Entwicklung im Poetomythos OK, für die vier beispielhafte Serien seit der Ausdifferenzierung eines stoffprägenden Begriffs von OK im deutschen Fernsehen berücksichtigt werden. Ansätze zur Mythopoetik als theoretische Grundierung der Untersuchung sollen in Bezug auf die Beobachtungen an ausgewähltem Material erklären helfen, wieso sich ein komplexer Stoff nach der Konsolidierung von selbst legitimiert und warum seine fiktionalen Stereotype in die authentische Darstellung höchst realer und bedrohlicher gesellschaftlicher Phänomene hineinwirken.

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Schlegel, Ina: Mythopoiesis der Organisierten Kriminalität in deutschen Fernsehserien. Erzählmuster zwischen fiktionaler Tradition und 'authentischen Fällen'. Hagen 2019. FernUniversität in Hagen.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

Export

powered by MyCoRe