Monade, Dyade und Triade : Intersubjektivität und Ethik interdisziplinär

Bedorf, Thomas GND

Das Problem der Intersubjektivität findet bei Husserl seinen ersten konzeptionellen Ausdruck. Trotz aller Interpretationsbemühungen bleibt sein Ausgangspunkt an ein monadisches Ego gebunden, das Intersubjektivität nur als harmonisches Nebeneinander denken kann. Demgegenüber versuchen in jüngerer Zeit empirische Psychologen und postklassische Psychoanalytiker menschliche Beziehungen als grundsätzlich (und nicht bloß nachträglich) intersubjektive zu verstehen. Sie kommen aber über das Postulat einer ursprünglichen Dyade nicht hinaus, weil die Theoriebildung an der Gewinnung von Harmonie und Stimmigkeit orientiert ist. Platz für Konflikte und Widerstreite schafft erst ein triadischer Ansatz, der sich sowohl auf phänomenologische als auch psychoanalytische Erkenntnisse stützen kann. Es wird dafür argumentiert, dass Intersubjektivität, zumal wenn sie eine normative Komponente enthalten soll, nur unter Einbeziehung eines Dritten gedacht werden kann.

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Bedorf, Thomas: Monade, Dyade und Triade. Intersubjektivität und Ethik interdisziplinär. 2006.

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