COLEX : Ein Computerlexikon für die automatische Sprachverarbeitung

Schulz, Marion; Helbig, Hermann GND

In diesem Bericht wird das Computerlexikon COLEX beschrieben, das im Rahmen des Systems LINAS (Literaturrecherche in natürlicher Sprache) der FernUniversität Hagen entwickelt wird. COLEX wird im Zusammenhang mit einer Wortklassenagenten-Analyse praktisch eingesetzt. Diese überführt natürlichsprachliche Sätze bzw. Texte in eine Semantik-Repräsentationssprache, die am Paradigma der mehrschichtigen erweiterten semantischen Netze (MESNET) orientiert ist. Die Bedeutungsrepräsentationen dienen dann als Ausgangspunkt der Fragetransformationen im System LINAS. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für Inferenzen und Antwortgenerierung über der zugrundeliegenden Wissensbasis in einem Frage-Antwort-System. Im Lexikon liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Repräsentation der Semantik sowohl der Lexeme selbst als auch der von ihnen vorstrukturierten Umgebung. Dabei greift COLEX auf die Darstellungsmittel der Wissensrepräsentationssprache MESNET zurück, die auch der Repräsentation von Weltwissen zugrunde liegt. MESNET umfasst ein Repertoire von 88 Relationen, 21 Funktionen und 43 Sorten, auf die sich die Beschreibung der lexikalischen Semantik stützt. Durch die Verwendung eines einheitlichen begrifflichen und darstellungstechnischen Apparats für Lexikon, Analyse, Wissensrepräsentation und Inferenzmethoden wird eine Brücke zwischen linguistischem Wissen und Weltwissen geschlagen.

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Schulz, Marion / Helbig, Hermann: COLEX. Ein Computerlexikon für die automatische Sprachverarbeitung. Hagen 1996. FernUniversität in Hagen.

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