Mediale Ethnisierung von Jugendgewalt als Segregationsstrategie

Spetsmann-Kunkel, Martin

Die Selbstzuschreibung ethnischer Identität ist auf der einen Seite kein Akt des freien Willens, sondern eine Reaktion auf Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung. Die Konstruktion von Ethnizität und ethnischer Identität wäre entsprechend deutbar als Widerstandspraktik. Auf der anderen Seite ist die (Re-)Ethnisierung von (Groß-)Gruppen eine Strategie der Grenzziehung und bewussten Ausgrenzung marginalisierter Außenseiter. Die Konstruktion von Ethnizität und ethnischer Identität wäre hier entsprechend als Taktik der Segregation zu interpretieren. Diese allgemeinen Überlegungen sollen im vorliegenden Aufsatz am Beispiel der medialen Eth-nisierung von Jugendgewalt veranschaulicht werden. Hierzu werden die diskursiven Prozesse der Ethnisierung in den Medien und der medial verhandelten Politik in der Bild-Zeitung an einem Fall von Jugendgewalt analysiert. Im Vordergrund der Analyse stehen dabei die Fragen: Welche diskursiven Prozesse der Ethnisie-rung lassen sich beobachten und welches Ziel verfolgen sie? Wie werden ethnische Identitäten, als Ergebnis von Ethnisierungsprozessen, zugeschrieben und welchem Zweck dienen sie? Wie lässt sich das analytisch Beobachtete theoretisch fundiert erklären?

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Spetsmann-Kunkel, Martin: Mediale Ethnisierung von Jugendgewalt als Segregationsstrategie. Hagen 2008. FernUniversität in Hagen.

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