Neue Wege statt alter Pfade : Frauen- und Gleichstellungsarbeit auf dem Weg zur Profession

Nigges-Gellrich, Anna

Der quantitativ weit vorangeschrittene Verberuflichungsprozess institutionalisierter Gleich­stellungsarbeit lässt Forderungen nach Aufwertung des Erwerbsberufes „Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte“ in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Für die Analyse einer solchen qualitativen Weiterentwicklung bietet sich das Professionskonzept an. Es erweist sich allerdings als wenig zielführend, den an den freien Berufen orientierten, historisch gewach­senen Professionsbegriff an den modernen Beruf der Frauen- und Gleichstellungsbeauftrag­ten anzulegen, da diese Vorgehensweise die Berufsgruppe der Gleichstellungsbeauftragten nur in die Semiprofession verweist. Dies ist dem Wunsch nach Statusaufwertung der Berufs­gruppe nicht dienlich. Der Rückgriff auf differenztheoretische (Nittel 2000) und prozesstheo­retische (Hartmann 1968) Professionsüberlegungen ermöglicht hingegen a) eine Aufwertung der Beruflichkeit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten anhand eines gewandelten, den Erfordernissen moderner Dienstleistungsberufe angepassten Professionsverständnisses ohne dabei b) die heterogenen Rahmenbedingungen und Erscheinungsformen institutionali­sierter Gleichstellungsarbeit ausblenden zu müssen.

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Nigges-Gellrich, Anna: Neue Wege statt alter Pfade. Frauen- und Gleichstellungsarbeit auf dem Weg zur Profession. Hagen 2008. FernUniversität in Hagen.

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