Identitätsarbeit und hermeneutische Reflexion : der Beitrag der Kulturpädagogik zur gegenwärtigen Bildungsdiskussion

Karsch, Manfred

Der Beitrag stellt zwei Begründungsansätze zur Kulturpädagogik vor, die nicht nur vor dem Hintergrund gegenwärtigen Bildungsdiskussion um Bildungsstandards in Folge der PISA-Studien, sondern vor allem in Bezug auf die reflexive Moderne nach Ulrich Beck als gesellschaft-licher, sozialer und geistesgeschichtlicher Horizont an Bedeutung gewinnen: Zum einen wird am Beispiel der Kulturtheorie von Eduard Spranger das kulturpädagogische Selbstverständnis der geisteswissenschaftlichen Pädagogik rekonstruiert, das in der Konsequenz zu Abkehr von der Idee des autonomen Subjekts führt, wenn kulturelle Traditionen als Kulturgüter mit ewig gültigem, normativem Wert aufgefasst. Zum andern wird anhand der Kultur- und Geschichts-philosophie von Ernst Troeltsch aufgezeigt, wie das autonome Subjekt als Start- und Ziel-perspektive in den Vordergrund kulturpädagogischer Theorie und Praxis gerückt werden kann. In Folge sieht der Autor für die Kulturpädagogik die Aufgabe, zur hermeneutischen Reflexion zu befähigen. Hermeneutische Reflexion, d. h. das Verstehen des Sinns, der sich in kulturellen Be-ständen niedergeschlagen hat, wird als zentrale Kompetenz des Individuums im Prozess seiner Selbstbildung aufgefasst.

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Karsch, Manfred: Identitätsarbeit und hermeneutische Reflexion. der Beitrag der Kulturpädagogik zur gegenwärtigen Bildungsdiskussion. Hagen 2007. FernUniversität in Hagen.

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