Das Recht auf Sichtbarkeit

Steinhauer, Eric W. GND

Auf das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit berufen sich Gegner wie Befürworter eines freien und ungehinderten Zugangs zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet (Open Access) gleichermaßen. Doch die Freiheit der Wissenschaft wird nicht selten als bloßer Vorwand benutzt, um Gegenpositionen zu diskreditieren. Eine fundierte Auseinandersetzung über ihre tatsächliche Bedeutung für das wissenschaftliche Publizieren findet leider nur in Ansätzen statt. Die zwei Beiträge dieses kleinen Buches möchten hier eine erste bescheidene Abhilfe leisten. Es handelt sich um Vorträge, die ich auf den Göttinger Urheberrechtstagungen der Jahre 2008 und 2009 gehalten habe. Der Titel des vorliegenden Buches ist programmatisch zu verstehen. Es geht um das Recht des wissenschaftlich arbeitenden Menschen, sich in seinem Streben nach Wahrheit und Erkenntnis in einer Weise mitteilen zu können, die nicht wissenschaftsfremden ökonomischen Zielen, sondern allein der wissenschaftlichen Sache selbst verpflichtet ist. Eine so verstandene Mitteilungsfreiheit ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass echter wissenschaftlicher Fortschritt durch Erkenntnisaustausch, durch Diskussion und Kritik möglich ist. Kann eine Wissenschaft das Maß ihrer Sichtbarkeit nicht mehr selbst bestimmen, hört sie auf, eine freie Wissenschaft zu sein.

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Steinhauer, Eric: Das Recht auf Sichtbarkeit. Münster 1. Aufl. 2010. Monsenstein und Vannerdat.

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