Social isolation and learning effectiveness in distance education

Krajnc, Ana

Die Forschungen zum Thema “Soziale Isolierung und Lerneffektivität im Fernstudium” betreffen ein Untersuchungsfeld, dass immer noch nicht vollends erhellt ist. Die Autorin präsentiert in dieser Studie eine Fülle von Beobachtungen und Forschungsergebnissen, basierend auf einem methodischen Ansatz, bei dem Bildungsbiografie und klassische Evaluation mit einander verbunden werden. Ziel der Untersuchung ist es, den Forschungsstand zur oben erwähnten Thematik durch empirische Belege vornehmlich hinsichtlich der Frage nach der Effizienz individueller, ungeplanter Lernmethoden im Bereich selbständigen Lernens auf Fernstudienbasis weiter zu fundieren und zu ergänzen. Im Rahmen des beschriebenen Untersuchungsansatzes bilden außerdem Fragebogen und Tiefeninterview wichtige Erhebungsinstrumente, die bei der Untersuchung relativ kleiner Samples (20-50 Untersuchungspersonen) eingesetzt werden. Zur Überprüfung und Beurteilung des möglichen Zusammenhangs zwischen sozialer Isolierung und Leistungsfähigkeit im Fernstudium galt es, drei Variablenkomplexe der Untersuchung zugrunde zu legen: Für zwei unterschiedliche Unterrichtskonzepte wird die Wahrnehmung sozialer Isolierung bei den Lernenden ermittelt. Ihre prinzipielle Einschätzung des Unterrichts bestimmt dabei schon im Vorhinein die Erwartungen, welchen Stellenwert sie den sozialen Kontakten im Fernstudium beimessen. Relevanz von Typen, Qualität und Quantität sozialer Beziehungen im Hinblick auf den Einfluss sozialer Isolierung auf das Fernstudium. Bedeutsam ist hierbei das soziale Umfeld des Lerners, d.h. der Grad seiner sozialen Integrierung. Relevanz von Lernermerkmalen bezüglich des Einflusses individualpsychologischer Merkmale im Zusammenhang mit dem Einfluss sozialer Isolierung auf die Leistungsfähigkeit des Fernstudiums. Dazu zählen u.a. Selbstvertrauen, Lerner-bezogene Motivationstypen im Hinblick auf den Unterricht sowie Selbständigkeit im Lernbereich und in sonstigen Lebenssituationen. Einige Ergebnisse: Es zeigt sich, dass Lernen in sozialer Isolierung dann nicht mit besonderen Erschwernissen konfrontiert ist, wenn es sich hierbei um Lerner mit niedrigem Selbstvertrauen handelt oder ihre Primärmotivation eigene Möglichkeiten in den Lernprozess einzubringen erlaubt (verdeutlicht durch erfahrbare, neue notwendige Energie). Eine eher gegenteilige Situation stellt sich ein, wenn Sekundärmotive bei Lernern zum Tragen kommen, z.B. höheres Einkommen, bessere Arbeitsbedingungen oder Konkurrenz mit anderen Personen. Abhängigkeit im Lernbereich ist eng verknüpft mit Abhängigkeit bei anderen Aktivitäten des Alltagslebens, d.h. eine geringe Selbständigkeit im Lernprozess ist stärker mit dem Wunsch nach rein persönlicher Unterstützung durch Lehr- und Betreuungspersonal verbunden. Damit einher geht eine Entscheidungsschwäche, wenn es um Angelegenheiten des Fernstudiums geht. Soziabilität kann hier den damit verbundenen Problemdruck bis zu einem gewissen Grad korrigieren helfen, und zwar den Beginn schlechter Prüfungsnoten ausbremsen; - verhindern, die Meldung zu Prüfungen wieder abzusagen; - bis hin zum Eindämmen des drop out. Andererseits zeigt sich hinsichtlich Anpassungsfähigkeit und Rigidität kein bedeutsamer Einfluss im Hinblick auf den Zusammenhang von Isolation und Effektivität des Lernens im Fernstudium.

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Krajnc, Ana: Social isolation and learning effectiveness in distance education. 1988.

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