Weiterbildung an Hochschulen in Großbritannien, USA und Frankreich

Peters, Otto GND

Die Debatte über die Aufgaben der Weiterbildung an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland soll nach Peters von der Kenntnisnahme der Argumente und Erfahrungen, die mit Weiterbildung an ausländischen Hochschulen verknüpft sind, profitieren – allerdings mit dem Hinweis ihrer vorsichtigen Interpretation. Zur Rezeption des Standes der Weiterbildung im Ausland werden drei Beispiele vorgestellt, nämlich aus Großbritannien, USA und Frankreich, d.h. von Ländern, deren Hochschulen sich am längsten mit Weiterbildung befasst haben. Zur Motivlage für die Einrichtung weiterbildender Lehrangebote weist Peters im Ländervergleich u.a. daraufhin, der jeweilige gesellschaftliche Wandel habe dazu geführt, dass die Hochschulen sich an der Lösung der dabei entstehenden Probleme beteiligten und der Weiterbildung durch Hochschulen damit eine beträchtliche gesellschaftspolitische Bedeutung zugekommen sei. Veränderungen in den letzten Jahrzehnten brachten es mit sich, dass nunmehr technokratisches Effizienzdenken und Optimierungsvorstellungen als motivierende Elemente bestimmend wurden. Mit Blick auf die historische Entwicklung der Weiterbildung durch Hochschulen kommt der Autor beim Ländervergleich zu dem Ergebnis, dass die USA über die längsten und größten Erfahrungen verfügten, gefolgt von England mit einer mehr als 100-jährigen Entwicklung der universjtären Weiterbildung; Frankreich sich dagegen noch beim Aufbau seines Weiterbildungssystems befinde. Im Fortgang seiner Ausführungen lenkt Peters - unter Hinweis auf die bundesrepublikanische Diskussion um die Weiterbildung durch Hochschulen - sein Augenmerk auf die Frage nach ihrer organisatorischen Form und institutionellen Anbindung sowie finanziellen Tragfähigkeit. Der Ländervergleich weist hierzu deutliche Unterschiede auf. Bevor sich der Autor zu den möglichen Trends und Perspektiven der Weiterbildung an Hochschulen im Vergleich äußert, geht er detailliert auf die Schwierigkeiten und Widerstände im universitären Weiterbildungssektor ein; sie lassen sich folgendermaßen kennzeichnen: Kontroversen um den gruppenspezifischen Zugang zur Weiterbildung (z.B. „Vorrecht der Elite?“); die Auseinandersetzung um die Frage der Institutionalisierung von wissenschaftlicher Weiterbildung; die Problematik der Regelung von Finanzierungsfragen; das Fehlen von konzeptioneller Klarheit und Sicherheit in der Weiterbildungsdiskussion.

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Peters, Otto: Weiterbildung an Hochschulen in Großbritannien, USA und Frankreich. 1982.

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