Kompatibilitätsanreize und Effizienz bei Multihoming in Märkten mit direkten Netzeffekten

Hetmank, Maik GND

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit ist die Feststellung, dass Konsumenten auch bei kompatiblen Produkten mehr als einem Netzwerk beitreten. Die Literatur (de Palma et al. (1999), Crémer et al. (2000) sowie Doganoglu und Wright (2006)) konstatiert hingegen, dass die Konsumenten bereits durch die Kompatibilität der Netzwerke den maximalen Netzwerknutzen erfahren und somit eine Doppelnutzung (Multihoming) kein Marktergebnis sein kann. Aufbauend auf diesen Gedanken wird in Anlehnung an Kim und Serfes (2006) ein Hotelling-Modell des Preiswettbewerbs mit Multihoming und Netzeffekten entwickelt. Die Untersuchung umfasst die Kompatibilitäts- und Outputentscheidungen der Firmen und stellt diese jener eines sozialen Planers gegenüber. Die wesentlichen Erkenntnisse sind dabei, dass gezeigt werden kann, dass die Konsumenten mehr als einem Netzwerk beitreten, obwohl diese vollständig kompatibel zueinander sind. Des Weiteren ist die Kompatibilitätswahl der Firmen stets sozial optimal. Dies gilt allerdings nicht für die Mengenentscheidung: Der Anteil der Nutzer, die beiden Netzwerken beitreten, ist häufig zu gering. Auf Grundlage letzterer Erkenntnis wird in einer Art Exkurs die Annahme exogener Modellparameter (insb. des Transportkostenparameters) des untersuchten Hotelling-Modells aufgehoben. Liegen die Anreize der Firmen und eines sozialen Planers bzgl. der Höhe der Transportkosten im gewöhnlichen Hotelling-Modell auseinander, so fallen diese bei Multihoming hingegen zusammen.

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Hetmank, Maik: Kompatibilitätsanreize und Effizienz bei Multihoming in Märkten mit direkten Netzeffekten. Hagen 2014. FernUniversität in Hagen.

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